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Änderung nicht in Sicht

Am Samstagabend empfingen die Bayern die Werkself aus Leverkusen. Nach den ersten paar Gegnern, die es den Bayern wahrscheinlich auch viel zu leicht machten und den tollen Saisonstart mitunter ermöglichten, sollte Leverkusen der nunmehr dritte “richtige” Gegner am Stück sein. Vor den Spielen gegen Schalke, Villarreal und eben Leverkusen dachte ich, so langsam könnte es dann ernst werden. Die Wahrheit besagt, dass auch diese drei Gegner in den bestrittenen Spielen keine Paroli bieten konnten. Entweder haben die Mannschaften im Moment von vornherein zu viel Respekt vor den Bayern, oder diese sind mit ihrem Spiel wirklich so unglaublich gut, dass dagegen bislang kein Kraut gewachsen ist. “Bayern zu stark für die Bundesliga” war am Wochenende zu lesen. Diese Headline hat mir gut gefallen, muss ich schon sagen. Auch wenn das eine Momentaufnahme ist, Änderung ist da wohl vorerst nicht in Sicht.

Jetzt kann zwar der Statistiker sagen, dass die Leverkusener zuletzt im Münchner Olympiastadion siegreich gegen die Bayern waren und deren Gastspiel beim Rekordmeister traditionell einer 90-minütigen Punktelieferung gleichkommt, aber Leverkusen ist in meinen Augen eine dieser Mannschaften, die stets für einen Sieg über die Bayern gut sind. Schwer wird das aber, wenn der einzige Angreifer aufgrund der eigenen Taktik überhaupt keinen Stich sieht. Zwar viel arbeitet, läuft und kämpft, aber eben so gut wie gar keine Akzente setzen kann. So hieß es am Ende doch wenig verblüffend 3:0 für den Gastgeber. Ein weiterer Heimsieg des FC Bayern zur für gewöhnlich erfolgreichen Wiesnzeit. Da muss schon ein Jürgen Klinsmann kommen, um mit dieser Tradition zu brechen.

Ein Höhepunkt in diesem für den Zuschauer fast schon langweiligen Spiel war sicherlich Arjen Robben. Gar nicht mal sein Tor, womit er zeigte, dass er so schnell nichts verlernt, sondern alles, was davor mit ihm zu tun hatte: er wurde ein paar Sekunden vor den Kollegen zum Warmmachen losgeschickt, hatte somit einen kleinen Extraauftritt vor den Fans, die ihn natürlich frenetisch bejubelten. Als er dann in der 78. Minute für Toni Kroos auf das Spielfeld kam, bekam ich Dank der tosenden Menge in der Allianz-Arena eine Gänsehaut. Das war eine Lautstärke bei der Einwechselung, die nur die absoluten Publikumslieblinge hervorrufen können. Die anwesenden Fans beantworteten damit auf ihre Art die lächerliche Frage, ob Arjen Robben in dieser Mannschaft überhaupt noch erwünscht und benötigt sei. Sicherlich wird sich Arjen Robben im Sinne der Mannschaft nun ein kleines bisschen verändern müssen und mal einen Pass mehr spielen, als sonst, aber auf einen Arjen Robben in Form kann doch eigentlich keine Mannschaft dieser Welt verzichten. Gegenteiliges zu behaupten, wie in der Presse aufgeworfen, mutet größenwahnsinnig an.

Wie gut es um den FC Bayern wirklich bestellt ist wird sich am Dienstag zeigen. Manchester City gastiert am 2. Spieltag der Champions-League-Gruppenphase in der Allianz-Arena. Nach sechs gespielten Partien in der englischen Premier League stehen die “Citizens” mit dem großen Stadtrivalen punktgleich auf Rang Eins der Tabelle. Ungeschlagen, was sie den Bayern in dieser Saison voraus haben. Angst braucht man auch vor Manchester City im Moment nicht haben, aber nach den doch enttäuschenden Auftritten der letzten drei potentiell Gegentor-würdigen Kontrahenten, dürfte dies nun endgültig die erste Härteprüfung für den FC Bayern in der jungen Saison werden. Ich freue mich auf das Spiel.



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2 Kommentare

  1. Ich finde, ihr seit euch zu sicher. Bremen ist nur 2 Punkte weg. Und darüberhinaus haben die Bayern schon einmal das Kunststück fertig gebracht, nach 7 Spielen mit 21 Punkten (und 7 Punkten mehr als der Tabellenzweite) an der Tabellenspitze zu stehen, um dann am Ende mit 6 Punkten Rückstand nur Vizemeister zu werden.

    Wenn man aber natürlich weiter so konstant spielt, dürfte es eine lockere Sache werden mit der Meisterschaft

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    • Bis hier hin lief es äußerst gut, dass wird einem ja nicht mehr genommen. Und was jetzt noch folgt, wird man sehen. Natürlich wird es bald mal wieder ein Gegentor geben, und ich glaube auch nicht daran, dass Bayern die Saison mit nur einer Niederlage beendet. Optimistisch wird man im Moment aber wohl sein dürfen. Wir sind ja hier nicht bei Borussia Dortmund, wo man sich in der Öffentlichkeit erst dann zu einem bevorstehenden Erfolg bekennt, wenn es rechnerisch gar nicht mehr anders möglich ist. ;-) 

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