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Christoph Metzelder und der ganze Hass der Dortmunder

Metzelder von Dortmund über Madrid nach Schalke
Ein Blog-Eintrag über die ganze Verbissenheit der Dortmunder Anhängerschaft.

Ja, Baziblogger ist ein Bayernblog, aber zwischendurch muss auch mal über Tellerrand geschaut werden dürfen.

Dieser Tage stellen wieder viele Dortmund- und Schalke-Fans (die sich vielleicht sogar ärgern, gemeinsam in einem Satz erwähnt zu werden), zur Schau, wie klein doch deren Fußball-Radius ist. Natürlich geht es um den überraschenden Wechsel von Christoph Metzelder, immerhin ex-Dortmunder, zum Rivalen nach Gelsenkirchen. Im Internet sind seit gestern Hasstiraden und üble, aber leider übliche Beleidigungen zu lesen, ein Metzelder-Fanclub löste sich prompt auf und insgesamt wird dem ehemaligen Nationalspieler auch die sportliche Tauglichkeit komplett abgeschrieben.

Natürlich geht all dies von Dortmunder Anhängern aus, die aufgrund ihrer augenscheinlich ganz eigenen Weltanschauung gekränkt, verärgert und beleidigt sind. Da führt sich ein 50-jähriger, bauchtragender Stadionbesucher in schwarz-gelb schonmal auf, wie ein kleines Mädchen, dem in der Vorschule die Buntstifte gestohlen worden sind. Ich habe dazu einen – von Dortmund-Fans natürlich für absolut treffend empfundenen – Bericht auf schwatzgelb.de gelesen, bei dem es mir mal komplett an Verständnis fehlt.

“Vom Metze zum blauen Metzelder” heißt es in der Überschrift. Wie schon beschrieben wird hier nicht nur die sportliche Kompetenz des 29-jährigen Verteidigers komplett infrage gestellt. Man habe selten einen Spieler gesehen, der mit derart wenigen Spielen derart viel Geld verdienen konnte. Der Wandel des sich über die Kulisse freuenden und sein Riesenglück zu schätzen wissenden Borussia-Neulings zum Medienprofi Metzelder wird beschrieben. Dieser Wandel ist allerdings allzu vorbildlich: Lieber höre ich Interviews mit eloquent daher kommenden Spielern wie Metzelder, Adler oder Borowski, als diese dümmlich anmutenden Spieler, die sich, wie man meinen könnte – ich weiß es nicht –  früh gegen die Schule entschieden haben und so reden, wie etwa Podolski in frühen Jahren oder Jerome Boateng. Man muss einfach ein Medienprofi werden, da man ein Mann der Öffentlichkeit ist und im Fokus der Presse steht.

schwatzgelb.de
Vielleicht liegt es an seinen vielen Verletzungen, dass sein persönlicher Fokus irgendwann vom Fußballspielen abgedriftet ist und mehr in Richtung “sich verkaufen” wanderte. Zur richtigen Zeit doch am richtigen Ort (nämlich dem Fußballplatz) sein und sich trotz dürftiger Leistungs- und Arbeitsnachweise lukrative Verträge angeln.

Als Bayernfan denke ich hier spontan an unser Glück mit Arjen Robben. Vielleicht wurde Metzelder falsch behandelt, was seine Verletzungsmisere begründet oder vielleicht war es einfach nur ziemliches Pech. Ihm dies aber nun vorzuwerfen und ihn darüberhinaus als geldgeil darzustellen, dass lässt sich mit Verstand wohl kaum begründen. Es ist womöglich der Neid, das Wissen, dass “Metze” gern Champions League spielen möchte, und ihm dies der so gehasste S04 bieten kann. Zwar äußerte sich Metzelder im Dortmunder Dress auch mal abfällig über Schalke, aber das gehört doch dazu, wenn zwei benachbarte Vereine in einer solch starken Rivalität stecken. Dass diese Äußerungen von den eigenen Fans hochgejubelt werden, aber im Endeffekt genau nichts wert sind, dass wird wohl gern ausgeblendet. Zumal Metzelders Geburtsort Haltern näher an Gelsenkirchen liegt, als an Dortmund.

Den Spielern geht es um Erfolgsaussichten, im Falle Christoph Metzelders mit Sicherheit auch stark um Rückhalt des Trainers und natürlich um Geld. All das kann Metzelder scheinbar auf Schalke geboten werden, zudem spielt er sicher Champions League im nächsten Jahr. Nach diesen drei Lehrjahren in Madrid ist es einem 47-fachen deutschen Nationalspieler doch wohl zu gönnen, nochmal einen vielleicht letzten, lukrativen Vertrag zu unterschreiben und somit auch in die Heimat Bundesliga und womöglich auch in die Nationalelf zurückzukehren.

Der allgemeine Fußballfan sieht es wohl so. Nicht aber der stolze Dortmund-Fan, der wahrscheinlich den eigenen Abstieg lieber sehen würde, als die Meisterschaft der königsblauen Konkurrenz.

18 Kommentare

  1. Nun,

    mich wundert nicht, dass ein Bayernfan nicht nachvollziehen kann, warum sich viele BVB-Fans über den Wechsel von Metzelder zum Erzrivalen aufregen. Ich könnte mich zum Beispiel auch nicht darüber ausregen, wenn Bastian Schweinsteiger über den Umweg Manchester United zum Vfb Stuttgart oder so wechselt.

    Auch kann natürlich niemand von außen nachvollziehen, warum eine Meisterschaft der Blauen nicht gerade ein Traum eines BVB-Fans ist. Darum geht es aber auch gar nicht.

    Es ist viel mehr die Enttäuschung darüber, dass Metzelder die Fans für dumm verkauft und schlichtweg belogen hat. Es ist für viele halt eine bittere Erfahrung, wenn das Idol aus Kindertagen auf einmal zum Erzrivalen wechselt. Da tangiert auch der sportliche Mehrwert für eben diese Truppe nur perihper. Andere haben das schon bei Andreas Möller erfahren und daraus gelernt.

    Das sich natürlich der Metzelder Fanklub auflöst wird zu Recht kritisiert und ich sehe es ähnlich: Entweder man ist Fan eines Vereins oder eben eines Spielers. Ist man letzteres, sollte einem der Klub egal sein.

    Ansonsten bleibt zu Hoffen, dass die Bayern dieses Jahr die Meisterschaft holen.

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  2. Wie mein Vorredner schon schrieb: Dass ein Bayern-Fan sich das nicht vorstellen kann, ist nachvollziehbar. Sportlich verstehe ich das sogar, dass er wechselt. Aber Metzelder hat immer in Dortmund eine hohe Wertschätzung genossen. Die hat er nun eben verloren. Er hat sozusagen seine aktuelle Karrierechance damit erkauft, dass er nach der Karriere bei uns keine Wertschätzung mehr genießt. Andi Möller hat sich genauso entschieden. Ein Fußballprofi muss wissen, was ihm wichtiger ist bzw. ob man nach der Karriere noch was hinterlassen will.

    Metzelder hat sich dagegen entscheiden.

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  3. Viel bezeichnender als die übertriebene Aufregung einiger Dortmunder über den Wechsel eines maladen Altstars zum Vorortclub ist meiner Meinung nach die Einstellung des Autoren dieses Artikels.
    Wer am Tag nach dem Einzug seines Clubs in das CL-Finale Kapazitäten im Hirn frei hat, um “über den Tellerrand zu schauen” sollte mal hinterfragen, ob seine Identifikation mit dem Verein überhaupt so ausgeprägt ist, um sich zu recht als Fan der Bayern zu bezeichnen.
    Gleiches gilt in meinen Augen sollte der Artikel am Tag des entscheidenden Spiels verfasst worden sein.
    Kann ich überhaupt nicht nachvollziehen.
    Aber ich kenne das Gefühl der Abstumpfung durch jahrelange Übersättigung, was uns nach dem Pokalfinale 2008 so eindrücklich vorgelebt wurde, zum Glück auch nicht und bin noch hungrig auf Erfolge meines Vereins…
    Genau diese Einstellung unter den “Fans” der Bayern lässt mich Euch leichten Herzens die Meisterschaft wünschen.

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  4. @ Anonymer User:

    Och, das geht schon. Zum Bayernsieg habe ich gestern Abend bereits etwas geschrieben und die Medien sind voll davon. Die allermeisten Blogger schreiben aus Spaß an der Sache, Spaß am Schreiben selbst. Wieso sollte man als Bayernfan nach einem klaren Finaleinzug, zu dem ohnehin schon alles gesagt worden ist, nicht über andere Dinge schreiben können? Ich schreibe hier keine Vereinszeitschrift, sondern einen privaten Blog, bei dem ich auch gern mal auf andere Dinge eingehen möchte.

    Von Übersättigung zu reden ist zudem ja wohl ein eben solcher Blödsinn, wie die angesprochene Metzelder-Thematik. In der Champions League haben die Bayern seit 9 Jahren nichts bewirkt, wie soll man da vom Erfolg übersättigt sein?

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  5. @ MAURICIUSQ: meinst du nicht, daß es dem als intelligent geltenden Herrn Metzelder weiträumigst an seinem A**** vorbeigeht, welche Wertschätzung er bei Leuten genießt, die so verbohrt und engstirnig sind, wie im Blogbeitrag dargelegt, beschrieben und von dir erneut bewiesen?
    Daß er auch beim BVB für Geld gespielt hat und nicht für den Applaus und die Zuneigung der Fans, das weißt du aber schon, gell ;) ?

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  6. Hier hat man sich wohl von den deutlich mehr beachteten und wesentlich besseren Leistungen Metzelders in der Nationalelf leiten lassen, so dass die sportliche Kompetenz unangezweifelt bleibt.

    Eine sportliche Einschätzung nach seinem Wechel zu Madrid kann man z.B. hier lesen: http://www.schwatzgelb.de/index.php?id=2298
    Siehe z.B. auch die Kicker-Daten/Noten:
    http://www.kicker.de/news/fussball/uefa/spielrunde/2001-02/23832/vereinsspieler_christoph-metzelder.html

    Das Wort “Charakter” scheint dem Autor auch völlig fremd zu sein.

    Ich könnte hier noch weiter schreiben, aber bei einem derart schlechten Artikel spare ich mir das lieber.

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  7. @Manfred: Es wird sicher so sein, dass Herrn Metzelder diese Wertschätzung am Arsch vorbeigeht. Aber das ist ja auch ein wesentlicher Kritikpunkt. Man kann sicher als Profi sowohl beim BVB als auch bei S04 spielen, ohne dass man sich von mehr als einer Handvoll Leute vorwerfen lassen muss, dass man ein böser Verräter sein. Typischerweise, indem man bereits beim ersten Club offen einräumt, dass das eben keine Herzensangelegenheit ist, sondern ein Job, den man immer mit vollem Einsatz zu erledigen gedenkt. Damit wird man dann sicher nicht zum Publikumsliebling, bloß kommt es darauf dann wohl auch nicht an. Nur: Teil man den Fans von Club A mit, dass man einer der ihren sei, so verbaut man sich eigentlich ein paar Karriereoptionen. Bzw. in diesem Fall nur eine… Hinzu kommt hier natürlich noch, dass Herr Metzelder offenbar nie einer der ihren war, sondern das nur suggeriert hat. Warum auch immer. Das macht’s dann doppelt fies, und darum geht’s im verlinkten Text.

    Davon ab noch @Baziblogger: Es gab und gibt genügend Leute im Umfeld von schwatzgelb.de, die Herrn Metzelder schon lang vor Montagabend nicht sonderlich leiden konnten. Insofern ist der Text sicher nicht im Affekt entstanden, auch wenn er bestimmt spontan verfasst wurde.

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  8. “Nicht aber der stolze Dortmund-Fan, der wahrscheinlich den eigenen Abstieg lieber sehen würde, als die Meisterschaft der königsblauen Konkurrenz.”

    Tja, so sind sie nunmal, die Z***en…

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  9. @Bazi:
    “Wieso sollte man als Bayernfan nach einem klaren Finaleinzug, zu dem ohnehin schon alles gesagt worden ist, nicht über andere Dinge schreiben können?”

    Tja wieso wohl?
    Vielleicht weil man absolut auf diese einzigartige Möglichkeit seines Vereins fokussiert ist. Vielleicht weil man erstmal runterkommen muss, nachdem man am Abend zuvor völlig eskaliert ist. Ich könnte hier noch tausend andere Gründe aufzählen, aber die wirst Du höchst wahrscheinlich ebenso wenig nachvollziehen können.

    Und das ist Ausdruck genau der Übersättigung von der ich schrieb oder eben von mangelnder Identifikation.

    Aber macht ja nix. Solange Ihr brav Meister werdet, ist für mich alles im grünen Bereich.

    Gruß,
    der gar nicht so anonyme
    Web
    der nur ungern seine Mail irgendwo angibt…

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  10. Pingback: Metzelder zu Schalke - Seite 3 - Fanlager

  11. @ web:

    Komm schon, ich habe dem Rückspiel aufgrund der hervorragenden Ausgangslage ohnehin etwas entspannter entgegen gesehen, als vielleicht einem Rückspiel nach 0:0, 1:1 oder einer Niederlage. Als dann das 1:0 fiel, war doch wohl jedem klar, dass es reicht. Der Rest war Kür und deswegen muss keiner diesen Sieg derart abfeiern, wie das am Ende knappe Weiterkommen gegen ManUnited. Trotz eines 3:0 gegen Lyon, was normal keine Laufkundschaft ist, war das emotional ein Rückspiel der eher unspektakulären Art. Ich nenne mich dennoch Bayernfan mit Leib und Seele, muss aber nicht Tage lang nach diesem Spiel alles andere um mich herum ausblenden.

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  12. Tut mir leid, aber da spricht ein Fisch vom Fahrradfahren. Ich weiß ja, dass Bayern- und BVB-Fans grundsätzlich sehr, sehr verschieden sind. Und ich weiß auch, dass sich erstere gerne des Neid-Arguments bedienen, um sich und anderen die Welt zu erklären (“Es ist womöglich der Neid, das Wissen, dass “Metze” gern Champions League spielen möchte, und ihm dies der so gehasste S04 bieten kann.”). Wer sich aber selbst mit seinem angeblichen Derbygegner sowohl das Stadion wie in jüngerer Vergangenheit auch diverse Spieler teilt, der kann sich in die Befindlichkeiten des Ruhrgebietsfußballs und seiner Rivalitäten wohl einfach nicht reinversetzen.

    Immerhin gelingt dem Autoren auch vortrefflich die Ausblendung dessen, dass die blauen Nachbarn auf den Transfer sehr ähnlich reagiert haben.

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  13. Hallo Baziblogger,

    ich will gar nicht darauf eingehen, dass man als Bayern-Fan wohl schlecht die Gegebenheiten eines Ruhrgebiet-Vereins nachvollziehen kann, aber ähnlich wie Arne möchte ich nochmal nachfragen, wieso du dich hier so auf die Empörung in der schwarz-gelben-Anhängerschaft stürzt und dabei die andere Seite komplett ausblendest. Außerdem verzichtest du vollkommen, auf die Vorgeschichte des Herrn M. in Dortmund einzugehen, was deine Darstellung letztlich völlig falsch werden lässt.

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  14. Das ein Bayern “Fan” den Hass der Dortmunder auf Metze jetzt nicht verstehen kann ist mir klar. Du weisst gar nicht, was es heisst, so emotional mit einem Verein verbunden zu sein, dass man das nachvollziehen kann. Du bist, so kommt es mir vor, eben so ein Bayern Fan, der hin und wieder mal zum Spiel fährt, sich gemütlich auf seinen Sitzplatz setzt und von der Fankultur und der Fanszene nichts mitbekommt.

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  15. @ Tobi, du liegst mit deiner Einschätzung nicht ganz richtig. Gar nicht so einfach, “hin und wieder” zum Spiel zu fahren, wenn München deutlich über 600 Kilometer entfernt ist. Ich stelle aber wieder fest, dass es meistens für den Typ Stadionbesucher keine anderen wahren Fans gibt, als eben gleichgesinnte. Der Fan, der geografisch nicht die Möglichkeit hat, ins Stadion zu gehen, ist laut vielen kein richtiger Fan und hat von Fan- und Vereinskultur keinen Schimmer. Ich sage: so ein Blödsinn. Man kann sich mit einem Verein ebenso intensiv befassen und identifizieren, wenn man nicht alle zwei Wochen ins Stadion geht. Ich könnte mich auch über die Fanfeindschaft zwischen Bayern und 1860 aufplustern, finde ich aber als Westfale zum einen unangebracht und sportliche Konkurrenz ist ’60 ohnehin seit Ewigkeiten nicht mehr. Dass es diese Konkurrenz aber zwischen dem BVB und Schalke in ganz massiver Form gibt, weiß ich ebenso gut wie Du. Trotzdem lebt auch ein Fußballer von seinem Job und muss gucken, dass er dort unterkommt, wo ihm bestmögliches geboten wird. Diese ganzen “ich bin Dortmunder und hasse GE”-Parolen sind für die Fans toll, für die Spieler aber doch meistens nicht mehr als ein gutes und schnelles Instrument, sich beliebt zu machen.

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  16. @baziblogger

    Ich wollte damit nur feststellen, dass du als normaler Fan, der hin und wieder mal zu einem Fussballspiel fährst und sonst nur die Spiele im TV siehst, nicht beurteilen kannst, was Rivalität ausmacht. Ich wohne auch 400km von Dortmund entfernt, fahre aber jedes Heimspiel und 2-3 Auswärtsspiele im Jahr. Früher, als ich noch in Dortmund gewohnt habe, habe ich mindestens 30 Spiele in der Saison mitgemacht, habe mich bei Fanaktionen beteiligt und auch das innere der Fanszene kennen gelernt und nur so kannst du wirklich erkennen was ein Derby oder eine Rivalität zwischen Vereinen bedeutet. Ein aussenstehender wird dies niemals begreifen können. Leute in Dortmund und Gelsenkirchen leben für ihren Verein. Für sie ist das eine Lebensart, eine Art Religion. Und wenn dann ein Spieler, der früher Anti-GE TShirts verkauft hat, plötzlich den Verein wechselt und den alten Fans vor den Kopf stößt, ist es logisch, dass das nicht gut aufgenommen wird.
    Zu deinem letzten Satz:
    “Der allgemeine Fußballfan sieht es wohl so. Nicht aber der stolze Dortmund-Fan, der wahrscheinlich den eigenen Abstieg lieber sehen würde, als die Meisterschaft der königsblauen Konkurrenz.”

    Es gibt wohl keinen Dortmund-Fan, der das so sieht. Der eigene Erfolg ist immer wichtiger als der Misserfolg von GE. Ganz davon ab wird GE niemals Meister werden. ;-) Ich wünsche euch auf jeden Fall, dass ihr die Meisterschaft und die CL gewinnt. Den Pokal könnt ihr ja dann ruhig den Bremern überlassen…

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  17. tja, so ist das eben, wenn man meint, als münchner über den dingen zu stehen. es sei jedem erlaubt der über fußball bloggt, zu dingen stellung zu beziehen, die man weder nachvollziehen kann, noch verstehen muss. das dabei gefährliches halbwissen sofort entlarvt wird und keiner eine solche stimme mangels fundiertem, regionalen wissen ernst nehmen kann, ist doch auch schön. herzlichen glückwunsch zur schale an die bayern wüncht euch ein dortmunder jung.

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  18. Pingback: Tinneff Blog » Blogschau: Wie sehen andere den Boykottaufruf? – Teil 13

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