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Dank dem “Akribiest”: Alle lieben den FC Bayern

Als Fußballfan kann man schon mal eine schwere Zeit durchmachen. Sei es wegen eines drohenden Abstiegs, wegen einem Aufstand gegen den Vorstand, oder einfach wegen Jürgen Klinsmann. Weit davon entfernt ist man seit einigen Monaten als Bayernfan. Sportlich läuft es gut wie lange nicht mehr, das Spiel ist dabei ansehnlich, oft sogar ein fußballerisches Spektakel. Und weil es so gut läuft, fangen alle wichtigen Spieler an, den Verein noch mehr zu lieben und schwören lange, vielleicht sogar ewige Treue.

Während Bastian Schweinsteigers Karriereplan stets eine Auslandserfahrung vorsah, rudert er nun in Zeiten seines bisherigen Karrierehöhepunkts zurück und könnte sich vorstellen, seine aktive Fußballerzeit in seinem Heimatverein sogar zu beenden und erst danach ins Ausland zu gehen. Während Schweinsteiger im vergangenen Jahr auf der Jahreshauptversammlung noch ausgepfiffen wurde, ist er heute eine feste Säule im System und im Verein. Ja, er ist unverzichtbar und seit seinem Imagewandel von Basti “Fantasti” Schweini zu Bastian Schweinsteiger, dem das Fußballspielen jetzt viel wichtiger ist, als die Haarfarbe, auch außerhalb der Bravo Sport zu einer absoluten Identifikationsfigur des FC Bayern gereift.

Auch Philipp Lahm findet aktuell schmeichelnde Worte für den FC Bayern, die man als Anhänger sehr gern liest. Er rechnet damit, dass der Verein noch in dieser Saison einen Schritt auf ihn zu geht und den 2012 auslaufenden Vertrag thematisiert. Diesen möchte Lahm laut jüngsten Aussagen langfristig verlängern. Ob das so schnell geht, wie einst bei Mehmet Scholl, dessen einzige Frage scheinbar war, wo der Stift zum Unterschreiben zu finden sei, kann ich nicht beurteilen, ein bisschen Geld wird es wohl obendrauf geben. Aber das Vorhaben ehrt ihn sehr und es ist ein positives Zeichen. Vor zwei Jahren musste man um die damalige Verlängerung noch bangen, weil der FC Barcelona unseren souveränen Außenverteidiger umgarnte.

Auch dass Franck Ribery “fünf Jahre mehr” gemacht hat, ist dem sportlichen Aufschwung des FC Bayern und in allererste Linie Louis van Gaal zu verdanken. Die Spieler sehen, dass hier etwas Großes reift und man durchaus das Zeug hat, wenn auch ein bisschen überraschend und glücklich, selbst in der Champions League ganz vorn dabei sein zu können. Über dies lobt Philipp Lahm, noch nie so professionell und akribisch trainiert worden zu sein, wie eben unter unserem Feierbiest. “Akribiest” wäre für unseren Trainer doch ein angemessener Spitzname, oder nicht?



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