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Einziger Lichtblick: Es war nur das Hinspiel

Eigentlich hat sich so viel ja gar nicht verändert seit der empfindlichen Nullzunull-Schlappe beim SC Freiburg. Die Mannschaft spielt wie gewohnt übellaunig, hatte am gestrigen Abend in Basel aber immerhin einige Torchancen, die nett herausgespielt wurden. Man konnte gestern also vornehmlich zu Beginn der Partie sehen, dass es die Spieler des FC Bayern nicht gänzlich verlernt haben Fußball zu spielen. Und wie sich Experten und Beobachter seit geraumer Zeit einig sind, hätte das Spiel wahrscheinlich auch einen völlig anderen Verlauf genommen, wäre es Franck Ribéry gelungen, in der dritten oder 13. Minute den Ball im gegnerischen Tor unterzubringen. Es ist bekanntlich die frühe Führung, die der Mannschaft in dieser Saison die offenbar benötigte Leichtigkeit eintreibt. Aber der Schweizer Keeper Sommer, der gestern eine nicht weniger als perfekte Leistung darbot, wusste dies zu verhindern. So blieben die Bayern nicht nur zu Beginn des Spiels torlos, sondern die gesamten 90 Minuten. Inzwischen das zweite Spiel am Stück.

Dieses unschöne Gefühl, möglicherweise erneut bereits im Achtelfinale aus der Champions League zu fliegen, währt nun für die nächsten drei Wochen, dann erst findet das Rückspiel in München statt. Zwar spielt der FC Basel einen taktisch souveränen, am Ende sogar beeindruckend mutigen Fußball, ist aber eben doch: ein Underdog. Die Hoffnung auf ein Weiterkommen bleibt also, man muss hier nicht gegen einen einstimmig ernannten Titelanwärter einen aussichtslosen 0:4-Rückstand aufholen, sondern, mit Verlaub, ein 0:1 gegen eine Randerscheinung des Weltfußballs. Gegen die man aber wohlgemerkt nun das erste Spiel verloren hat. Trotzdem, oder gerade deswegen, muss man die Bayern noch nicht abschreiben. Der benötigte Sieg mit zwei Toren Differenz ist im Rückspiel ohne Frage möglich, wenn die Mannschaft denn einen guten Tag erwischt und nicht nach 30 Minuten traurig ist und den Kopf in den Sand steckt, weil der Ball noch nicht von selbst in den Maschen zappelte. Schon ein 2:1-Sieg der Bayern würde das Weiterkommen für Basel bedeuten, Vorsicht ist in jedem Fall geboten.

Fraglich bleibt weiterhin, warum es im Moment scheinbar aussichtsreicher ist, den Papst als Schirmherrn für eine großangelegte Verhütungsmittelkampagne zu gewinnen, als die Bayern in einem dieser drögen Spiele einfach mal den Hebel umlegen zu sehen und eben nicht nur in der Anfangsphase des Spiels zielstrebig aufzuspielen, sondern vielleicht ja sogar mal mit neuem Elan in der zweiten Halbzeit. Das ist eine reine Kopfsache und den Laien wundert es, dass dem derzeit einfach nicht beizukommen ist. Sorgen bereitet mir immer mehr, dass niemand im Verein sagen kann, warum im Moment derart viel Sand im Getriebe ist. Der Trainer druckst, zumindest vor laufenden Kameras, immer nur herum, wirkt dabei nervös und ebenso ratlos wie die Spieler. Ich sehe darin das größte Problem. Wenn der Trainer vielleicht selbst nicht weiß, was hier los ist, oder zumindest nichts dagegen unternehmen kann, entsteht schnell der Eindruck, dass er seine Mannschaft nicht mehr so erreicht, wie es erforderlich wäre. Dies ist zumindest mein Eindruck. Den Kader halte ich nach wie vor für absolut konkurrenzfähig. Die paar Positionen, die man verbessern könnte, können diesen Eindruck nicht verwischen. Aber wenn dieses Potential weiterhin nicht ausgeschöpft wird, bin ich immer mehr der Ansicht, dass bald jemand anderes versuchen sollte, der Mannschaft neue Impulse zu geben.



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2 Kommentare

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  2. Die Frage ist nur, wer das dann sein kann. Derjenige müsste Deutsch beherrschen, am Besten selber Deutscher sein. Da sind momentan kaum bis gar keine Leute auf dem Markt. Ein Babbel oder ein Fink, die ich früher oder später gerne auch bei uns sehen würde, sind just in neuen Vereinen untergekommen. Kloppo oder Favre sind unmöglich loszueisen von ihren Borussias. Bleibt ein Ralf Rangnick oder ein Holger Stanislawski, der dem FCB vermutlich nicht gewachsen ist. Ist nun die Frage, wie sehr Rangnick sich S04 verpflichtet fühlt.

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