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	<description>FC Bayern München - Fußball und Unterhaltung</description>
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		<title>Rechts der Überholspur</title>
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		<pubDate>Mon, 14 May 2012 08:40:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[DFB Pokal]]></category>
		<category><![CDATA[borussia dortmund]]></category>

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		<description><![CDATA[Gratulation an Borussia Dortmund: Viel deutlicher kann man ein Finale nicht gewinnen. Bitter für mich und zahlreiche Bayernfans, dass dieses Exempel eiskalten, effektiven Fußballs ausgerechnet am FC Bayern statuiert wurde, der damit nach dem so lange währenden Tanz auf drei &#8230; <a href="http://www.baziblogger.de/rechts-der-uberholspur/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Gratulation an Borussia Dortmund: Viel deutlicher kann man ein Finale nicht gewinnen. Bitter für mich und zahlreiche Bayernfans, dass dieses Exempel eiskalten, effektiven Fußballs ausgerechnet am FC Bayern statuiert wurde, der damit nach dem so lange währenden Tanz auf drei Hochzeiten am Ende der ersten beiden weiterhin mit leeren Händen dasteht.</p>
<p style="text-align: justify;">Selbst wenn die Bayern das Spiel optisch im Griff hatten und wahrscheinlich auch statistisch mehr Spielanteile hatten, wird auch Philipp Lahm inzwischen bestimmt nicht mehr daran zweifeln, dass der BVB dieses Pokalfinale verdient gewonnen hat. Es lief an diesem Samstagabend einfach nicht; zahlreiche Patzer ermöglichten den Dortmundern ihre Chancen, die allesamt kaltschnäuzig genutzt worden sind. Und das ist auch genau der Unterschied zwischen den beiden Mannschaften. Die Bayern lassen (trotz vieler Tore) regelmäßig größte Chancen aus, die Dortmunder allerdings brauchen häufig nicht viel mehr als fünf Möglichkeiten, um dabei dann fünf Tore zu erzielen. Im Moment kann der FC Bayern gegen Dortmund einfach nicht gewinnen, wie es ausschaut. Einerseits ist es natürlich schade, diesen für die laufende Saison abschließenden Machtkampf und das nun fünfte Duell in Reihe gegen Borussia Dortmund verloren zu haben, aber andererseits steht ja noch das Finale der Champions League an. Was bitte nicht als Herabwürdigung des Pokals verstanden werden soll, sondern als Hoffnungsschimmer, diese Saison vielleicht doch noch jubelnd beenden zu können. Diesem kommenden Finale in München wird jeder Bayernspieler selbst ja auch erheblich mehr Bedeutung beimessen, als dem DFB-Pokal. Trotz alledem waren die Bayern bemüht, müssen sich hinsichtlich des bevorstehenden Spiels gegen Chelsea für die verlorene Pokalpartie keine Lustlosigkeit, offenbarte Zeitverschwendung und dergleichen mehr nachsagen lassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Viele Bayernfans finden bekanntlich nicht erst seit Samstag, dass es doch im Falle des großen Champions-League-Triumphs scheißegal ist, dass man die Meisterschaft und den Pokalsieg verpasst hat. Aber ist das wirklich so egal? Ich finde nicht, immerhin zeichnet sich in den vergangenen beiden Jahren ab, dass die Bayern nicht nur einen großen Konkurrenten bekommen haben, sondern gegen diesen auch mit unangenehmer Regelmäßigkeit ins Hintertreffen geraten. Und in den direkten Duellen wird wunderbar deutlich woran es liegt: Die Bayern ziehen stets ihr angestammtes Spiel durch, begegnen den Dortmunder dabei taktisch unterlegen. Diese sind häufig nicht die Spiel bestimmende Mannschaft, fahren aber bombensichere, lehrbuchhafte Konter und nutzen die paar Chancen, die sich ergeben. Die Bayern hingegen beharren auf ihr Ballbesitzspiel, offenbaren, dass man trotz Ribéry und Robben, zusammen das Prunkstück der Bayernoffensive, außen kein Durchsetzungsvermögen hat und immer und immer wieder gegen eine Wand läuft. Bis wieder ein dummer Ballverlust zu einem Konter führt, was letztlich im Torerfolg der Schwarzgelben mündet.</p>
<p style="text-align: justify;">Es wird kaum für Zufriedenheit sorgen, nun zwar ein Champions-League-Finale gewinnen zu können, aber sich national auf Kosten dessen den Rang ablaufen zu lassen. Man kann zwar nach außen hin demütig tun, artig die Dortmunder Erfolge würdigen, um am Ende auf das große Finale im eigenen Stadion zu verweisen, aber innerlich wird es bei den Verantwortlichen zurecht brodeln. Geht man auch im Finale gegen Chelsea baden, bleibt unterm Strich ein Hauch von Nichts, drei bittere Schlappen im Foto-Finish, wie man im Rennsport sagen würde, und der Verein erlebt die wohl bitterste Saison seit vielen, vielen Jahren. Und sollte dieser Fall eintreten, zeigt sich noch mehr als sonst, dass die Liga, das täglich Brot eines jeden Vereins, trotz einer guten Champions-League-Saison das A und O ist. Wenn sich hier endgültig die gänzlich neue Situation ergeben sollte, einen schier unüberwindbaren Gegner vor sich zu haben, bin ich gespannt, was in München passiert. Hoeneß kündigte schon an, so lange Spieler zu verpflichten, bis die Bayern an der Tabellenspitze wieder für klare Verhältnisse sorgen würden. Ich weiß nicht, ob ein somit erkaufter Titel &#8211; was die Herren Rummenigge, Hoeneß und, da darf er natürlich nicht fehlen, Christian Nerlinger, bei Chelsea, Manchester City und Real Madrid so leidenschaftlich verurteilen &#8211; dann mit einer spielerisch errungenen Meisterschaft einer völlig homogenen Dortmunder Mannschaft, bei der es im Moment von der wirtschaftlichen Führung, der sportlichen Leitung und nicht zuletzt bis hin zur spielenden Elf beneidenswert funktioniert, annähernd gleichzusetzen ist. Wohl kaum. Es wäre bloß ein von größtem Aktionismus geprägter Erfolg, bei dem der Fußball selbst sowie alle Mannschaften mit einfacheren Mitteln nur die Verlierer sein können.</p>
<p style="text-align: justify;">Und sollte uns eine Transpherphase mit Ausgaben jenseits der 50 Millionen ins Haus stehen und die Bayern selbst dann am Ende immer noch nicht wieder Meister sein, dann, aber erst dann wird man sich unter Umständen mal damit befassen, die eingestaubte Vereinsphilosophie zu überarbeiten und die Sache mal im Kern anzupacken. Dann sollte man sich vielleicht mal von Grund auf modernisieren. Bis dahin wird es aber noch die ein oder andere <a title="Bankettrede von Rummenigge" href="http://www.youtube.com/watch?v=qTWYSUkbWog" target="_blank">Bankettrede</a> von Kalle Rummenigge geben, in der den hungrigen Spielern vor noch leeren Tellern irgendwelcher hochtrabende, rhetorisch gekünstelte Bullshit erzählt wird, auf den bestimmt kein einziger der Spieler heutzutage noch Bock hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Aber ein paar Tage lang kann man sich ja noch an das kommende Champions-League-Finale klammern&#8230;</p>
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		<title>Vorhang auf: (Vertrags-)Theater an der Säbener Straße</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 08:33:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In den vergangenen Tagen war es hier ein bisschen ruhig geworden. Nach dem Spiel gegen Real Madrid, dem auf unfassbar spannende Art und Weise besiegelten Einzug ins Finale der Champions League, fing ich einen Artikel an zu schreiben, aber irgendwie &#8230; <a href="http://www.baziblogger.de/vorhang-auf-vertrags-theater-an-der-sabener-strase/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">In den vergangenen Tagen war es hier ein bisschen ruhig geworden. Nach dem Spiel gegen Real Madrid, dem auf unfassbar spannende Art und Weise besiegelten Einzug ins Finale der Champions League, fing ich einen Artikel an zu schreiben, aber irgendwie ging nichts so recht zusammen. Ich hätte mich euphorisch über dieses Wahnsinnsspiel und dem endgültigen Erreichen des anfangs doch recht unrealistisch geglaubten Ziels erfreuen können. Oder mich über das Regelwerk ärgern können, das auf beiden Seiten nun wichtigen Spielern die Teilnahme an diesem höchsten Spiel auf UEFA-Ebene untersagt. Und das, obwohl ein Champions-League-Finale Werbung für den Sport sein sollte. Die beiden besten bzw. erfolgreichsten Mannschaften sollten mit der stärksten Elf antreten und nicht durch eine dritte gelbe Karte, die in immerhin 12 Spielen nicht einmal von besonders großer Unfairness zeugen muss, eine Alternativ-Elf aufbieten müssen. Auf EM- und WM-Ebene geht es doch auch: Hier werden nach dem Viertelfinale alle gelben Karten annulliert, so dass man bis zum Finale keine zwei gelben Karten mehr bekommen kann (es gibt da ja bekanntlich keine Hin- und Rückspiele). So ist es meiner Ansicht nach sinnvoll und so muss es auch bei den UEFA-Wettbewerben geregelt werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Was mich in diesen Tagen ein bisschen beschäftigt &#8211; die Bundesliga tut es nicht mehr &#8211; ist das omnipräsente Vertragstheater von und mit Arjen Robben. Stand heute liegt dem Vernehmen nach ein beiderseitig ausgehandelter, unterschriftsreifer Vertrag vor, der eben nur noch unterzeichnet werden muss. Offenbar ist dem schon seit Anfang April so. Eine Zeit lang konnte man sagen: Andere Dinge haben momentan Priorität, es stehen wichtige, entscheidende Spiele in allen Wettbewerben an. Aber jetzt? Ohnehin konnten auch die Verträge von Mario Gomez und Daniel van Buyten in der Zwischenzeit verlängert werden. Die Spieler haben heute allesamt ihre Berater, müssen sich um diese Dinge kaum selbst in einer Ausführlichkeit kümmern, dass es sie vom Spiel- oder Trainingsbetrieb groß ablenken würde. Warum also muss man so ein Drama machen? Wenn seit einem Monat die Entscheidung gefallen ist, dem FC Bayern auch drei weitere Jahre treu bleiben zu wollen, dann kann man die Dinge doch einfach offiziell machen und unterschreiben. Manchmal muss man sich im Hause Robben nicht wundern, wenn die Medien dann und wann Stimmung machen.</p>
<p style="text-align: justify;">Und während man die zahlreichen Artikel rund um dieses Thema liest, sollte man nicht vergessen, dass Robben höchstselbst mit Sicherheit auch kein Kind von Traurigkeit ist: man sah ihn schon seinen Kollegen Philipp Lahm zu Boden stoßen, als dieser es im Training doch wagte, mit vollem Körpereinsatz zu spielen, und man sah Robben im Spiel auch Thomas Müller handgreiflich angehen. Und jetzt ist ein Faustschlag von Franck Ribéry der große Auslöser an allem zu zweifeln? Offenbar wird hier mit zweierlei Maß gemessen. Ribéry ist nun mal die heilige Kuh des FC Bayern, das muss ihm nicht gefallen, aber er wird es akzeptieren müssen. Der FC Bayern, präziser Jupp Heynckes, muss sich in der Angelegenheit höchstens vorwerfen lassen, so etwas wie Freistöße rund um den gegnerischen Strafraum nicht vorab derart einstudiert zu haben, so dass mit Pfiff des Schiedsrichters eigentlich schon klar ist, wer hier antreten wird. Auf dem Platz den Schützen zu bestimmen, sei es mit »Schnick-Schnack-Schnuck« oder eben Gewalt, ist wenig professionell. Wahrscheinlich hat Robben bei einem Freistoß links vor dem Strafraum ebenso wenig zu suchen, wie Ribéry bei einem auf rechts. Sie schießen ja doch direkt und dann sollte es derjenige tun, der den Ball in diesem Winkel auf dem passenden Fuß hat.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie dem auch sei, ich rechne damit, dass Robben den Vertrag bald unterzeichnen wird und diese Posse dann ein Ende hat. Ganz ohne faden Beigeschmack wird das aber womöglich nicht bleiben. Fakt ist, dass die Bayern keinen Flügelspieler bekommen würden, der diese Klasse mit sich bringt und zum FC Bayern wechseln würde. Die Frage, ob Bayern München Arjen Robben überhaupt noch braucht, wurde lange nicht mehr gestellt und sie erübrigte sich ohnehin von Beginn an. Und wenn Robben vom Ansatz her noch so berechenbar ist, an einem guten Tag überwindet er seine zwei, drei Gegner auch mit einer Bewegung, die diese aus dem Effeff kennen und eben trotzdem nichts dagegen ausrichten können. Robben, übernehmen Sie!</p>
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		<title>Man stelle sich nur vor&#8230;</title>
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		<pubDate>Mon, 23 Apr 2012 12:30:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;der FC Bayern würde am Mittwoch den Finaleinzug tatsächlich besiegeln und müsste aufgrund eines hitzigen, kartentechnisch gesehen farbenfrohen Rückspiels in Madrid dann am 19. Mai in der heimischen Allianz-Arena eine Abwehr bestehend aus Rafinha, Anatoly Tymoshchuk, Bastian Schweinsteiger und Diego &#8230; <a href="http://www.baziblogger.de/man-stelle-sich-nur-vor/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">&#8230;der FC Bayern würde am Mittwoch den Finaleinzug tatsächlich besiegeln und müsste aufgrund eines hitzigen, kartentechnisch gesehen farbenfrohen Rückspiels in Madrid dann am 19. Mai in der heimischen Allianz-Arena eine Abwehr bestehend aus Rafinha, Anatoly Tymoshchuk, Bastian Schweinsteiger und Diego Contento aufbieten. Ohne jemandem die Klasse absprechen zu wollen &#8211; es wäre eine gruselige Vorstellung. Welche so oder so ähnlich jedoch eintreffen könnte, wenn die vorbelasteten Stammkräfte der Bayern am kommenden Mittwoch ihre dritte gelbe Karte bekämen. An der Klippe zur Finalsperre stehen immerhin sieben Spieler: Der gesamte zuletzt angestammte Abwehrverbund aus Philipp Lahm, Jerome Boateng, Holger Badstuber und David Alaba, sowie Luiz Gustavo, Toni Kroos und Thomas Müller. Von möglichen Gelb-Rot-Sperren, die in einem solchen Spiel nichts Außergewöhnliches wären, mal ganz abgesehen. Hoffnung macht, dass es einfach nicht so realistisch ist, dass gleich die gesamte Abwehr gelbgesperrt ausfallen wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Für die sieben Akteure wird das aber mit Sicherheit eine hoch anspruchsvolle Aufgabe sein. Was ist zu tun, wenn etwa ein Konter mit gegnerischer Überzahl anrollt, man diesen mit einem leichten, aber eben taktischen, zu Gelb führenden Foulspiel im Keim ersticken könnte? Ein eventuelles Gegentor könnte damit verhindert werden, aber man würde sich gewiss der eigenen Finalteilnahme berauben. Denkt man in einer solchen Situation an mögliche Konsequenzen, oder stellt man sich blind in den Dienst der Mannschaft und nimmt eine gelbe Karte hin, wenn man dadurch ein Gegentor verhindern kann? Läuft der Konter durch, könnte es immerhin dazu führen, dass auch die Kollegen das Finale verpassen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich bin mir sicher, dass Jupp Heynckes seine Spieler zu Konzentration, aber Besonnenheit ermahnt. Zu gesundem Zweikampfverhalten rät, aber unnötige Härte zu vermeiden vorgibt. Und ebenso sicher bin ich mir, dass José Mourinho seinen Spielern empfehlen wird, den Bayern ein hartes, körperbetontes Spiel aufzuzwingen. Dass Sergio Ramos und wie all die großen Sympathen von Real heißen, gelbe Karten provozieren sollen. &#8220;Wenn wir schon nicht ins Finale kommen, dann wenigstens von denen auch nicht alle&#8221;, könnte die Devise lauten. In erster Linie wird Real aber versuchen, das Spiel mit sportlicher Überlegenheit für sich zu entscheiden. Sollte sich im Verlauf aber andeuten, dass dies vielleicht ein eher schwieriges Unterfangen wird, dann ist wohl schon damit zu rechnen, dass es hässlich wird. Man kennt den angesprochenen Ramos, oder auch Pepe und Marcelo nicht dafür, schmerzhafte Niederlagen mit außerordentlicher Fairness und  größtmöglicher Anerkennung hinzunehmen.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Bayern würden sich insofern gleich doppelt einen Gefallen tun, das Spiel besonnen, cool und souverän anzugehen und sich am besten durch nichts aus der Ruhe bringen zu lassen. Ich erwarte das mit größtem Abstand heißeste Spiel der letzten zwei Jahre für den kommenden Mittwochabend.</p>
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		<title>Noch 90 gute Minuten für 90 historische!</title>
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		<pubDate>Wed, 18 Apr 2012 08:53:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Mit einer tollen Mannschaftsleistung, dem nötigen Einsatz und allem was dazu gehört, konnte Real Madrid am gestrigen Abend mit 2:1 besiegt werden. Dabei war das Gegentor sogar zum Zeitpunkt des Geschehens reichlich unnötig und vor allem ärgerlich, weil es eine &#8230; <a href="http://www.baziblogger.de/noch-90-gute-minuten-fur-90-historische/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Mit einer tollen Mannschaftsleistung, dem nötigen Einsatz und allem was dazu gehört, konnte Real Madrid am gestrigen Abend mit 2:1 besiegt werden. Dabei war das Gegentor sogar zum Zeitpunkt des Geschehens reichlich unnötig und vor allem ärgerlich, weil es eine Verkettung von Fehlern war, die im gegnerischen Strafraum bereits anfing. Und das zu einem Zeitpunkt, wo die Bayern das Zepter absolut in der Hand hielten und wesentlich besser und entschlossener aus der Pause kamen als der Gast. Anders als in Dortmund, wo es ganz ähnlich war, führten die Bayern gestern aber zum Glück schon, so dass sie nicht in Rückstand gerieten und nicht sonderlich nervös wurden. Den Ausgleich hat die Mannschaft toll weggesteckt, Kompliment!</p>
<p style="text-align: justify;">Lügen strafte der FC Bayern gestern all jene Experten, wie etwa Günter Netzer, nach deren Meinung alle elf Akteure zu 100% an ihre Leistungsgrenze gehen müssten, um Real Madrid besiegen zu können. In Wahrheit war Bastian Schweinsteiger ein Totalausfall, der der Mannschaft nach langer Verletzungszeit aus naheliegenden Gründen nicht nur nicht helfen konnte, sondern ihr zum Teil mit Fehlern noch geschadet hat. Das ist alles verständlich, wenn man rund ein halbes Jahr nicht spielen konnte. Jedoch war es nur richtig, dass Jupp Heynckes ihn dann nach 60 Minuten aus dem Spiel genommen hat, auch wenn Schweinsteiger reichlich von den Socken war, als er die ihm angestammte Nummer 31 auf der Anzeigetafel des vierten Offiziellen sah. Ich hoffe, dass Schweinsteiger in Bremen eine ansprechende Leistung zeigt, um in erster Linie Selbstvertrauen zu tanken. Spielt er annähernd so, wie man es von ihm fordert bzw. kennt, ist er aus der Bayernmannschaft nicht wegzudenken &#8211; keine Frage. Aber in der aktuell präsentierten Verfassung muss man überlegen, ihn in derart wichtigen Spielen überhaupt aufzustellen. Das kann auch böse nach hinten losgehen und dann bleiben dem Trainer wenig Argumente.</p>
<p style="text-align: justify;">Trotzdem bin ich noch immer stark begeistert vom gestrigen Auftritt der Bayern. Allen voran Franck Ribéry spielte bärenstark und zeigte endlich, dass er auch in Spielen dieser Güteklasse vorweg marschieren kann. Er war der beste Mann auf dem Platz. Sein Partner auf der linken Seite, David Alaba, machte ein erneut hervorragendes Spiel. Bei ihm war ich mir vorher etwas unsicher, ob er in einem solchen Spiel, gegen diese unheimliche Offensivkraft Real Madrids bestehen könne. Er konnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Besonders gefiel mir, dass die Bayern endlich den Eindruck machten, sich nicht nur auf ihre zweifellos vorhandene individuelle Klasse zu verlassen, sondern ein Spiel endlich auch taktisch mal sehr clever anzugehen, was man so oft vermisste. Die Bayern schienen ideal auf Madrid eingestellt gewesen zu sein. Reals Taktgeber Xabi Alonso wurde nahezu komplett aus dem Spiel genommen. Er wurde geschickt zugestellt, sobald die Abwehr den Spielaufbau einleiten wollte, was häufig dergestalt ist, den Ball aus der Abwehr heraus zügig auf Alonso zu spielen, der dann alles weitere schon veranlassen wird. Was er auch unverschämt gut kann &#8211; wenn man ihn denn lässt. Auch Cristiano Ronaldo konnte nicht besonders glänzen, fiel in erster Linie durch die Vorbereitung seiner Freistöße auf, weil die Regie daran allergrößte Freude hatte und stets zeigte, wie er eisern die antrainierte Schrittreihenfolge einhielt und für optimale Standfestigkeit breitbeinig stehend auf die Freigabe des Referees zur Ausführung des Freistoßes wartete.</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn die Bayern im Rückspiel am kommenden Mittwoch eine ganz ähnliche Leistung abrufen können, darf man vorsichtig optimistisch sein, dass der große Traum der Finalteilnahme im eigenen Stadion Wirklichkeit wird. Bis dahin sind es aber noch mindestens 90 Minuten harter Arbeit. Und es ist zu hoffen, dass das ein faires Rückspiel wird; den Bayern drohen ansonsten vier, fünf Gelbsperren in einem möglichen Finale.</p>
<p style="text-align: justify;">Das letzte Mal, als die Bayern die Champions League gewinnen konnten, verloren sie zwei Jahre zuvor das Finale. Bekanntlich knapp und dramatischer wie es vielleicht nie mehr sein wird<a title="Champions League - Finale 1999" href="http://www.youtube.com/watch?v=zSqSsp-lNv8" target="_blank">.</a> Die letzte Finalpleite des FC Bayern ist nun auch schon wieder zwei Jahre her. Ich finde, Geschichte sollte sich in diesem Jahr wiederholen.</p>
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		<title>Das Triple ist etwas unrealistischer geworden</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Apr 2012 08:23:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andi</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bundesliga]]></category>
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		<description><![CDATA[Das »Spiel der Spiele« ging am Ende zugunsten der Dortmunder aus, die damit voll auf Kurs sind, die Meisterschaft erfolgreich zu verteidigen. Die Dortmunder dominierten die erste Hälfte, die Bayern die zweite. Dummerweise machten die Bayern dabei kein Tor, fingen &#8230; <a href="http://www.baziblogger.de/das-triple-ist-etwas-unrealistischer-geworden/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Das »Spiel der Spiele« ging am Ende zugunsten der Dortmunder aus, die damit voll auf Kurs sind, die Meisterschaft erfolgreich zu verteidigen. Die Dortmunder dominierten die erste Hälfte, die Bayern die zweite. Dummerweise machten die Bayern dabei kein Tor, fingen sich indes sogar eines ein, während sie eigentlich am Drücker waren. Wenn man dann einen Elfmeter und einen Fünfmeter verschießt, kommt eine Menge Pech dazu und unter&#8217;m Strich reicht es dann nicht zum so dringend benötigten Sieg.</p>
<p style="text-align: justify;">Ehrliche Gratulation also an den BVB, der nicht nur dieses mit größter Spannung, Vorfreude und Nervosität erwartete Spiel gewinnen konnte, sondern die Titelverteidigung zur Formsache werden lassen kann. Es würde die erste Titelverteidigung einer Mannschaft, die nicht Bayern München heißt, seit Mitte der Neunziger. Damals gelang das: Borussia Dortmund.</p>
<p style="text-align: justify;">Geärgert habe ich mich über das Auftreten der Bayern in der ersten Hälfte. Ich hatte nicht den Eindruck, als würde die Mannschaft all dem vereinsseitigen Geschwafel, der um Anerkennung ringende Nerlinger natürlich federführend, der letzten Tage ansatzweise Taten folgen lassen (wollen). Die Angriffe wurden früh durch eigene Fehler unterbrochen, nur selten kam man überhaupt in Tornähe. Die Abwehr der Bayern hielt jedoch ganz gut, Schwächen im Abschluss, ein bärenstarker Manuel Neuer und etwas Glück bewahrten die Bayern vor einem Rückstand in Durchgang eins. Einige Bayernspieler kamen überhaupt nicht ins Spiel, Mario Gomez zum Beispiel erwischte einen dieser Tage, in denen er reineweg für den Abschluss zu gebrauchen sein könnte. Er vertändelte so manchen Ball, konnte Zuspiele häufig nicht kontrollieren. Toni Kroos sah man hauptsächlich vor dem Spiel in der grafischen Mannschaftsstellung. Und bei Freistößen, die zu nichts führten. Beim Wechsel in der zweiten Hälfte, als Heynckes Olic für Gomez brachte, war ich überrascht, dass nicht Kroos herausgenommen wurde. Immerhin ist mit einem Tor der Dortmunder immer zu rechnen und dann fehlt es vorne sofort an Durchschlagskraft. Aber diese mangelnde Flexibilität im Spiel der Bayern ist in dieser Saison &#8211; vorrangig natürlich bei Punktverlusten &#8211; schon so oft kritisiert worden, unter Heynckes wird sich das wohl nicht mehr bessern.</p>
<p style="text-align: justify;">Arjen Robben hatte den Ausgleich gleich zweifach auf dem Fuß, scheiterte dann wie eingangs erwähnt am Elfmeterpunkt und in der Nachspielzeit frei fünf Meter vor dem Tor. Natürlich ist das ärgerlich und ich war fassungslos, als ich das sah. Aber wie man Robben, wie im Netz unter anderem bei Twitter postwendend live mitzuerleben, sofort wieder beschimpfen und zum Teufel wünschen kann, ist mir ein Rätsel. Jene seien daran erinnert, dass es ohne Arjen Robben nach dem Siebenpunkterückstand auf Dortmund in den letzten Spieltagen doch gar nicht wieder spannend geworden wäre. Robben war an 17 Toren beteiligt und hat ein Drittel der Spiele dabei gar nicht mitgemacht. Er selbst wird sich am meisten darüber ärgern.</p>
<p style="text-align: justify;">Manuel Neuer und David Alaba ließen sich positiv hervorheben, ebenso Schiedsrichter Knut Kircher, der nicht weniger als die perfekte Schiedsrichterleistung erbrachte, und umgekehrt könnte man Philipp Lahm recht scharf für sein wohl schlechtestes Saisonspiel detailreich kritisieren. Oder man lässt es einfach, weil das alles mal passieren kann und das Spiel &#8211; mit viel Wohlwollen ausgedrückt &#8211; nicht durch Einzelne vergeigt wurde, sondern schon die erste Hälfte mit einer erschreckend schwachen Mannschaftsleistung zur Niederlage beitrug.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Traum vom Triple, der vor etwa fünf Wochen schon einmal ausgeträumt war, ist wohl nun endgültig geplatzt, aber die Saison ist ja noch nicht vorbei. Es gibt ein weiteres Aufeinandertreffen mit dem BVB im Pokalfinale und es gibt noch die Champions League. Und auch wenn ich den Sieg in der Königsklasse nicht für sonderlich realistisch halte: Wenn die Bayern am 19. Mai dieses eine Spiel in München mitmachen und vielleicht sogar gewinnen sollten, dann ist es mir so scheißegal, ob das Spiel gestern Abend verloren wurde und Borussia Dortmund erneut Deutscher Meister ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Abschließend ein kleines Gedicht:</p>
<address style="text-align: justify;"><em>Lieber Neven,</em></address>
<address style="text-align: justify;"><em>schlechte Verlierer nerven sehr,</em><br />
<em>schlechte Gewinner noch viel mehr. </em></address>
<address style="text-align: justify;"><em>Auch wenn Robben mal verschießt,</em><br />
<em>bis du in dessen Liga spielst, </em><br />
<em>wird&#8217;s noch so manchen Anlass geben,</em><br />
<em>sich derart unfair zu benehmen. </em></address>
<address style="text-align: justify;"><em><span style="line-height: 22px;">Auf Hohn und Spott sind viele ganz erpicht,<br />
von Klasse oder Größe aber zeugt das nicht. </span></em></address>
]]></content:encoded>
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		<title>Clubfans United vs. Baziblogger</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Mar 2012 14:20:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor dem kommenden Ligaspiel beim 1. FC Nürnberg wurde ich als schreibender Fan des FC Bayern vom so umfangreichen Nürnberger Fanmagazin Clubfans United zum Interview eingeladen. Ich habe mich riesig darüber gefreut, es gerne wahrgenommen und mit großem Spaß die zum Teil &#8230; <a href="http://www.baziblogger.de/clubfans-united-vs-baziblogger/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Vor dem kommenden Ligaspiel beim 1. FC Nürnberg wurde ich als schreibender Fan des FC Bayern vom so umfangreichen Nürnberger Fanmagazin <a title="Clubfans United" href="http://www.clubfans-united.de" target="_blank">Clubfans United</a> zum Interview eingeladen. Ich habe mich riesig darüber gefreut, es gerne wahrgenommen und mit großem Spaß die zum Teil provokativen, bestimmt kontrovers diskutierbaren Fragen beantwortet. Teil dieses Fanmagazins ist u.a., vor jedem Spiel einen Blogger des gegnerischen Vereins zu interviewen. Dabei werden Vorurteile angesprochen, Finger in Wunden gelegt, Anekdoten ausgetauscht und natürlich das kommende Spiel thematisiert. Ich hoffe, dabei ist ein einigermaßen lesenswertes Interview entstanden. Vielen Dank an dieser Stelle nochmal an Alexander Endl und seine Kollegen von »Clubfans United«.</p>
<p><strong><a title="Interview auf Clubfans United" href="http://www.clubfans-united.de/2012/03/28/der-etwas-andere-bazi/" target="_blank">Hier entlang zum Interview: &#8220;Der etwas andere Bazi&#8221;&#8230;</a></strong></p>
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		<title>Psychologische Kriegsführung im Kindergarten</title>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 10:24:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem ich am Wochenende keine Gelegenheit hatte, Fußball zu schauen, sah ich vom Bayernspiel lediglich die etwa siebenminütige Zusammenfassung. Im direkten Duell zwischen Borussia Dortmund und Bayern hat sich insofern nichts getan, außer, dass die Dortmunder in Köln das eigene &#8230; <a href="http://www.baziblogger.de/psychologische-kriegsfuhrung-im-kindergarten/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nachdem ich am Wochenende keine Gelegenheit hatte, Fußball zu schauen, sah ich vom Bayernspiel lediglich die etwa siebenminütige Zusammenfassung. Im direkten Duell zwischen Borussia Dortmund und Bayern hat sich insofern nichts getan, außer, dass die Dortmunder in Köln das eigene Torverhältnis um fünf Treffer ausbauen und sich somit dem hierbei noch etwas besser aufgestellten FC Bayern annähern konnten. Die Punktedifferenz bleibt weiterhin bei fünf Zählern Vorsprung des amtierenden Meisters, die Tordifferenz, die evtl. von Bedeutung werden könnte, lautet beim FC Bayern aktuell +48, beim BVB +42 Tore.</p>
<p style="text-align: justify;">Obwohl sportlich seit zwei Wochen alles beim Alten ist, die Bayern nach dem miserablen Rückrundenstart weiter hinterherhinken und aus eigener Kraft lediglich drei Punkte auf den ungeliebten Kontrahenten gutmachen können, geht in München nach den fünf zum Teil beeindruckenden Siegen in Serie schon wieder dieses unnötige und nicht mehr zeitgemäße &#8211; wenn es das denn überhaupt je war &#8211; breitbrüstige Gehabe los. Am Freitag holte Christian Nerlinger zum Rundumschlug aus, stichelte dabei gegen den BVB, gegen Großkreutz, Klopp und Watzke, gegen Hannovers Sergio Pinto und den kommenden Champions-League-Gegner Olympique Marseille. Während man diese alte Schule der »psychologischen Kriegsführung« von Uli Hoeneß vor ungefähr hundert Spielzeiten als Fan amüsiert-, als Gegner jedoch mit hingebungsvoller Wut aufnahm, entsteht der Eindruck, als sei man bei Christian Nerlinger &#8211; der sich hierbei in Magath&#8217;scher Süffisanz zu üben scheint, aber dabei eher den Eindruck hinterlässt, als hätte er seine Rede akribisch vorbereitet, sie am Ende rhetorisch aber doch wieder nicht ganz einwandfrei vortragen können &#8211; einfach nur gelangweilt.</p>
<p style="text-align: justify;">Allerdings nervt es mich heutzutage auch, wenn Hoeneß den Ist-Zustand anderer Vereine kritisch durchleuchtet und außerhalb seines Dunstkreises, den er in seiner Rolle als Vereinspräsident abseits des Tagesgeschäfts selbst beim FC Bayern zu oft und zu schnell verlässt, auch noch bei anderen Mannschaften, vornehmlich unmittelbar vor den Spielen, verbal herumwildern muss. Oder wenn er bei fünf Punkten Rückstand felsenfest von der Meisterschaft ausgeht und das die in Weltgeschichte herausposaunt. Die Zeiten sind vorbei, in denen sich irgendwer von einem Hoeneß oder sogar Nerlinger derart beeindrucken lässt, als dass sich das auf die spielerische Leistung auswirken würde. Einem Kevin Großkreutz oder Sergio Pinto wird es herzlich egal sein, was die Herren an der Säbener Straße in Pressekonferenzen alles von sich geben. Die werden dadurch wahrscheinlich sogar zusätzlich motiviert, bestenfalls noch übermotiviert. An den Klopps und Watzkes dieser Liga dürfte das unbeeindruckt komplett abprallen. Die verstehen es eher noch, diese aus München gewohnten Vorgehensweisen im Erfolgsfall gegen die Bayern zu verwenden und sie zusätzlich zum sportlichen Nachsehen dann im Nachgang mit den eigenen Waffen noch mehr zu demütigen. Was übrigens völlig okay ist. Wer am Ende der Saison in der Tabelle über den Bayern steht, muss sich nichts gefallen lassen und kann entsprechend kontern. Und weil das dann als Geschlagener noch mehr wehtut, sollte man das von vornherein vermeiden und sich diese Spitzen gleich ganz sparen. Es ist doch nur entscheidend, was in den 90 Minuten auf dem Rasen passiert. Hier muss der FC Bayern Jahr für Jahr seine Leistung bringen. Anspruch und Wirklichkeit, oder anders ausgedrückt finanzielle Mittel und errungene Titel, passen schon lange nicht mehr zusammen, auch wenn man aktuell wieder auf einem guten Wege ist. Und wenn der große Emporkömmling dieses noch jungen Jahrzehnts im Begriff ist, seine Meisterschaft gegen den FC Bayern zu verteidigen, dann sollte man erst recht so lange kleine Brötchen backen, bis man den Kontrahenten mal wieder hinter sich gelassen hat. Die junge Statistik sagt aber leider etwas anderes. Wenn sich die Bayern und der BVB am 11. April in Dortmund gegenüber stehen, dann ist es an der Zeit, Klasse und Anstand zu zeigen. Klasse auf dem Platz, Anstand im Presseraum. Bis dahin bin ich völlig Hans-Joachim Watzkes Meinung &#8211; der findet nämlich, »Dieser Psycho-Quatsch ist doch Kindergarten!«.</p>
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		<title>Puh.</title>
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		<pubDate>Thu, 22 Mar 2012 10:00:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andi</dc:creator>
				<category><![CDATA[DFB Pokal]]></category>
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		<description><![CDATA[Die ersten 90 Minuten des gestrigen Halbfinalspiels habe ich liegend auf dem Sofa verfolgt. Die Verlängerung habe ich dann angespannt im Sitzen gesehen und zum Elfmeterschießen musste ich mich hinstellen. So eigenartig mir das einen Tag später auch vorkommt, so &#8230; <a href="http://www.baziblogger.de/puh/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Die ersten 90 Minuten des gestrigen Halbfinalspiels habe ich liegend auf dem Sofa verfolgt. Die Verlängerung habe ich dann angespannt im Sitzen gesehen und zum Elfmeterschießen musste ich mich hinstellen. So eigenartig mir das einen Tag später auch vorkommt, so normal und selbstverständlich und ja auch affektiv war das gestern Abend. Heute denke ich, dass das vielleicht ganz gut zeigt, wie wichtig mir dieses Spiel als Bayernfan war. Es hielt mich am Ende nicht auf der wohligen Couch, ich hatte das Bedürfnis, mich ganz nah vor den Fernseher zu stellen und meinem Verein &#8211; klingt schon reichlich komisch &#8211; so nah wie möglich zu sein (auch wenn ich das geografisch gesehen hinten auf dem Sofa gewesen wäre&#8230;). Und nach Manuel Neuers finaler Parade ist es dann ganz mit mir durchgegangen und ich hüpfte überschwänglich glücklich durchs Wohnzimmer.</p>
<p style="text-align: justify;">Dabei war es doch nur Pokal &#8211; und dann noch nicht mal das Finale. Für gewöhnlich der noch am ehesten zu vernachlässigende aller drei Wettbewerbe, in denen die Bayern meistens vertreten sind. Und doch musste dieses Spiel unbedingt gewonnen werden. Nach den beiden Ligapleiten durfte bloß nicht auch noch die dritte Niederlage gegen die Gladbacher in dieser Saison folgen und im Finale wartet ja zudem der BVB, was eine nicht minder spannende Angelegenheit ist, um zumindest im Pokal die Verhältnisse ein wenig gerade rücken zu können. Und das Spiel war klasse. Für den neutralen Zuschauer &#8211; sofern es ihn gegeben hat &#8211; aber auch für alle anderen war diese Partie bestimmt ansehnlicher als die locker-leichten Kantersiege in den letzten drei Spielen. Wenn ein Gegner nach der ersten halben Stunde bereits besiegt ist, fällt es leicht, noch zwei, drei Tore nachzulegen. Wenn er aber keine Anstalten macht, hier ein Tor zuzulassen, oder einen gravierenden Fehler anzubieten, dann versprechen das &#8211; insbesondere bei K.O.-Spielen &#8211; höchst spannende und anspruchsvolle 90 oder 120 Spielminuten zu werden. Diese Spannung kann dann auch nur noch durch die »Lotterie« des Elfmeterschießens getoppt werden. Das macht diesen Sport mitunter aus und wenn es für die eigene Mannschaft am Ende gut ausgeht, gibt es doch nichts Schöneres. Beim Elfmeterschießen sollte dann ausgerechnet Dante, der dem Vernehmen nach im Sommer zu den Bayern wechseln wird, die tragische Figur einnehmen und den ersten Elfer verschießen, was den Erfolg der Bayern anschließend maßgeblich einleitete.</p>
<p style="text-align: justify;">Genau ein solcher Sieg, der am Ende nicht mehr ausschließlich mit Können oder Verdienst zu tun hatte, könnte im Hinblick auf das Saisonfinale in allen Wettbewerben von großer Bedeutung sein. Bislang zeigte diese Saison, dass die Bayern häufig das Nachsehen hatten, oder immerhin der gefühlte Verlierer waren, wenn sie nicht so richtig ins Spiel kamen und keinen pünktlichen Torerfolg erzielen konnten. Wenn die Abwehr des Gegners einfach gut geordnet war und die stärkste Waffe der Bayern, die Offensivreihe, weitestgehend aus dem Spiel nehmen konnte. Dass nun auch so ein knappes, wichtiges und dramatisches Spiel gewonnen wurde, sollte ein Gewinn für das Selbstvertrauen der Mannschaft sein, wenn eines der kommenden Spiele wieder diesen zähen, glücklos anmutenden Verlauf zu nehmen droht.</p>
<p style="text-align: justify;">Ganz besonderes habe ich mich gestern darüber gefreut, dass uns in erster Linie Manuel Neuer dieses Spiel gewonnen hat. Gleich zweifach bewahrte er die Mannschaft nach herausragenden Angriffen der Borussen mit einer Engelsgeduld unmittelbar vor dem Abschluss vor dem Rückstand, zeigte seine besondere Klasse und ließ den geplanten Tunnel, der bei vielen seiner Kollegen womöglich funktioniert hätte, eben nicht zu. Ich hoffe, dass dies auch diese kleine, aber eben auch aktive Gruppe von Bayernfans so sah, die gestern bestimmt lieber Thomas Kraft oder Michael Rensing im Tor der Bayern gesehen hätte und Manuel Neuer noch immer nicht im Bayerndress akzeptieren will. Ich wünsche Manuel Neuer, dass er so manch unfriedlich gestimmten Bayernfan gestern beeindrucken- vielleicht sogar auf seine Seite ziehen konnte.</p>
<p style="text-align: justify;">Große Anerkennung abschließend für die Leistung der Gladbacher, die taktisch und spielerisch erneut eine großartige Leistung zeigten und dabei so fair und anständig spielten. Ich hoffe, ich tue ihnen nicht Unrecht, aber der große Gewinner dieser beiden Halbfinalspiele ist der Fußball selbst. Dortmund gegen Bayern in einem Finale von Bedeutung dürfte das Attraktivste und Beste sein, was der deutsche Fußball im Moment zu bieten hat. Ich freue mich drauf.</p>
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		<title>Über Gladbach nach Berlin?</title>
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		<pubDate>Wed, 21 Mar 2012 09:54:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nachdem das Champions-League-Rückspiel gegen Basel auf dem Papier zwar schon so etwas wie ein erstes Finalspiel war, die Anspannung auch ohne Zweifel vorher groß war, es sich dann aber im Spielverlauf vornehmlich als Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen erwies, dürfte dann heute &#8230; <a href="http://www.baziblogger.de/uber-gladbach-nach-berlin/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Nachdem das Champions-League-Rückspiel gegen Basel auf dem Papier zwar schon so etwas wie ein erstes Finalspiel war, die Anspannung auch ohne Zweifel vorher groß war, es sich dann aber im Spielverlauf vornehmlich als Trainingseinheit unter Wettkampfbedingungen erwies, dürfte dann heute Abend das erste richtige K.O.-Spiel mit Gegner auf Augenhöhe anstehen. Ich schätze Gladbach zu stark und konstant ein, als dass sie sich später den letzten drei Bayerngegnern anschlössen und sich ebenfalls komplett überrannt werden. Dafür ist Trainer Lucien Favre auch zu sehr Taktikfuchs. Das schließt zwar nicht aus, dass auch seine Mannschaft mal eine amtliche Packung hinnehmen könnte, aber ich kann es mir in einem Spiel von dieser Bedeutung nicht so recht vorstellen.</p>
<p style="text-align: justify;">Von daher bin ich umso gespannter, wie die Mannschaft dieses Spiel angehen wird. Obwohl die Bayern im Moment überragend (nach vorne) spielen und vieles wie von selbst zu funktionieren scheint, glaube ich nicht, dass man den heutigen Halbfinalgegner auf die leichte Schulter nehmen wird, was beim FC Bayern leider gelegentlich zu befürchten ist, wenn&#8217;s läuft. Es geht nicht nur um Prestige, immerhin steht mit Borussia Dortmund bereits ein sportlich überaus attraktiver Finalist fest, es geht auch darum, nicht zum dritten Mal in einer Saison gegen Borussia Mönchengladbach zu verlieren. Bekanntlich wurden die beiden Bundesligapartien gegen Gladbach  schon verloren. Davor allerdings hatte man zuletzt 2004 das Nachsehen. Von einem Angstgegner kann also keine Rede sein. Aber: Die Fohlenelf spielt eine klasse Saison und steht absolut zu Recht in der Liga gut und eben auch im Halbfinale des Pokals. Würde man also am Abend die Gladbacher aus dem Wettbewerb kicken, wäre das neben dem sportlichen Erfolg auch ein Stück Seelenfrieden &#8211; beide Saisonspiele verliert der FC Bayern so häufig nicht gegen eine Mannschaft. Und dass man im Finale dann direkt die nächste Wiedergutmachung angehen könnte sollte Motivation genug sein. Aber an Motivation dürfte es heute ohnehin nicht fehlen.</p>
<p style="text-align: justify;">Alle Hoffnungen ruhen nach wie vor auf der frühen Führung. Insbesondere gegen taktisch clevere Mannschaften ist alles andere für die Bayern sonst schnell zermürbend. Es ist offenbar nicht die Saison für dramatische Nachspielzeitsiege des FC Bayern. Ohne das frühe Tor tat sich die Mannschaft zu oft schwer, fand irgendwann keine Mittel mehr gegen gut sortierte Abwehrreihen und verlor dann im späteren Verlauf des Spiels zusehends Mut und Hoffnung. Aber möglicherweise haben die fantastischen Leistungen der letzten Spiele ja auch dafür gesorgt, dem Eindruck, dass ein frühes Tor für den Sieg zwingend ist, gegenzuwirken.</p>
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		<title>Ein Auswärtssieg, ein Auswärtssieg!</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Mar 2012 09:17:22 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Andi</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Also doch: Die Bayern können auch im gegnerischen Stadion siegen. Und das sogar recht eindrucksvoll, wie man in Berlin beim 6:0-Erfolg sah. Trotz einiger Möglichkeiten waren die Berliner unter&#8217;m Strich so chancenlos, wie das Ergebnis erahnen lässt. Den Bayern wurden &#8230; <a href="http://www.baziblogger.de/ein-auswartssieg-ein-auswartssieg/">Weiterlesen <span class="meta-nav">&#8594;</span></a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Also doch: Die Bayern können auch im gegnerischen Stadion siegen. Und das sogar recht eindrucksvoll, wie man in Berlin beim 6:0-Erfolg sah. Trotz einiger Möglichkeiten waren die Berliner unter&#8217;m Strich so chancenlos, wie das Ergebnis erahnen lässt. Den Bayern wurden dabei insgesamt drei Foulelfmeter zugesprochen, die glücklicherweise nicht nur ausnahmslos berechtigt waren, sondern auch allesamt von Arjen Robben (2x) und Mario Gomez verwandelt worden sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Im Moment macht es riesigen Spaß den Bayern zuzusehen. Sowohl beim Spielen &#8211; 20 Tore in drei Partien sieht immerhin man nicht jede Woche &#8211; als auch beim Jubeln. Die Mannschaft zeigt hier Geschlossenheit und das ist schön anzusehen. Sie haben großen Spaß am Spiel und hören nach einem 2:0 oder 3:0 nicht auf, weiter nach vorne zu spielen, was nicht nur die Fans erfreut, sondern auch wichtig für die Torbilanz ist. Wer weiß, wofür das vielleicht noch gut sein kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Was ich bei (bzw. nach) diesem Spiel nicht verstehen konnte: Wie kann man sich denn bitte ernsthaft aufregen, dass ein Freistoßschütze mal per »Schnick-Schnack-Schnuck« ausgewählt wird? Das mag zwar ein wenig kindisch aussehen, aber das hat doch mit dem Gegner nichts zu tun. Der Spielstand hat es nun mal erlaubt, einen Freistoßschützen per Zufall zu küren. Who cares? Diese häufig vorgeworfene Respektlosigkeit kann ich in der Situation beim besten Willen nicht erkennen. Und ich möchte wetten: Hätte man diese Nebensächlichkeit bei einem Spiel des momentanen Everybody&#8217;s Darling gesehen, etwa wenn da Mario Götze und Shinji Kagawa den ausführenden Schützen ausgeknobelt hätten, dann würde sich alle Welt freuen, dass diese spaßig-geile BVB-Truppe auf dem Rasen so viel Freude und Witz versprüht. Aber da es sich beim FC Bayern ereignete, muss natürlich die Arroganz- und Respektlosigkeitskeule geschwungen werden. Aber bitte, wenn es sonst keinen Anlass gibt, sich über die Bayern aufzuregen, kann das so schlecht ja gar nicht sein.</p>
<p style="text-align: justify;">Übrigens war dieser Sieg der erste auf fremdem Rasen seit dem 11.12.2011, als man den VfB Stuttgart mit 2:1 in der Mercedes-Benz-Arena besiegte. Im Anschluss daran gab es zwar zwei Auswärtssiege im Pokal. In der Liga aber wurden bis zum vergangenen Spiel in zwölf Partien lediglich drei Siege eingefahren. Ein paar Spiele, unter anderem in Dortmund, bleiben noch um die Auswärtsbilanz zu verbessern.</p>
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