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Notizen abseits der Weltmeisterschaft

Vieles gibt es derzeit nun wahrlich nicht zu berichten vom FC Bayern. Die Transfergeschäfte laufen wie immer hintergründig ab, tägliche Wasserstandsmeldungen lehnen Nerlinger & Co. nach wie vor ab. Ich will darüber auch gar nicht groß was schreiben, sonst könnte man nach der WM vermutlich gar nichts anderes mehr tun. Und der Löwenanteil an Gerüchten hat sich bislang meistens als völlig absurd herausgestellt. Warum also darüber bei jeder neuen Meldung ausführlich sinnieren? Das kann man in Foren tun, wenn man Lust hat. Fakten hingegen wurden in der Personalie Luca Toni geschaffen.

Diesen mächtigen Vertrag, der dem inzwischen am Karriereabend spielenden Italiener bekanntlich rund 10 Millionen (brutto, aber immerhin) Euro im Jahr versprach, wurde aufgelöst. Ein Jahr vor Vertragsende. So ist man Luca Toni los, muss ihm notfalls kein Geld zahlen, wenn er nirgendwo unterkommt und vor allem ermöglicht man ihm damit eine viel bessere Ausgangssituation für kommende Vertragsgespräche, sofern mit dem FC Genua noch nicht alles unter Dach und Fach ist. Eine Ablösesumme ist für den ehemaligen Nationalstürmer somit nicht mehr fällig. Trotz allen Querelen in der letzten Zeit hat Luca Toni viele und viele wichtige Tore für die Bayern erzielt und bleibt mir als toller Stürmer in Erinnerung.

Short News gibt es auch zu Christian Lell, auf die Leistung gerechnet Topverdiener beim FC Bayern. Er war zuletzt für drei Monate abgetaucht, weil er mit der Situation nicht mehr zurecht kam und private Probleme hatte. Ihm wurde kurz vor der abgelaufenen Saison mitgeteilt, dass man auf seine Dienste nicht baue und er sich einen anderen Verein suchen könne bzw. solle. Bekanntlich war dann sein Handy aus, als sich tatsächlich jemand um ihn bemüht hat. Es folgte eine Saison zwischen Trainingsplatz und Tribüne. Er wurde nichtmals in den Kader berufen, als sogar noch ein Platz auf der Reservebank frei war. “Stand jetzt”, wie er sagt, ist er mit sich wieder im Reinen und wird zum Trainingsauftakt erneut angreifen. Wenn sich seine Situation nicht deutlich verbessert, wird er sich aber Alternativen ansehen, wie er ankündigte. Die Situation wird sich nicht verbessern und von daher sei auch Christian Lell an dieser Stelle schon einmal für seine vergangenen Leistungen im Verein gedankt und ihm alles Gute für die Zukunft gewünscht.

2 Kommentare

  1. Ich finde es nicht in Ordnung, dass der Verein Lell kritisiert, dass er sich wegen privater Probleme zurückgezogen habe und nun auch noch gehen lässt. Anscheinend war Enkes Tod nicht Lehre genug. Die Funktionäre machen solchen Druck, den man als Mensch nur schwer aushalten kann. Es ist gut, wenn sich ein Spieler Zeit nimmt für seine Probleme, damit er sie bewältigen kann. Denn sonst sind die Anfang von Depressionen.

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  2. Ich sehe das im Grunde genommen ähnlich, kann mir aber ausgerechnet beim FC Bayern nicht vorstellen, dass man einen “depressivelnden” Spieler noch unter Druck setzt. Gerade deswegen gewährte man ihm ja 3 Monate Auszeit und legte die Karten offen, in dem man ihm einen Wechsel geraten hat, weil er bei Bayern eben keine Zukunft hat. Für einen Sportler muss das doch besser sein, als zu trainieren, aber nie spielen zu dürfen.

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