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Pokalspiel gegen Bochum: Spannender als nötig

Die Bayern haben sich, wie eigentlich zu erwarten war, im Achtelfinale des DFB Pokal gegen den VfL Bochum durchgesetzt. Überraschender als der Sieg selbst war dabei, dass sie für die Entscheidung die gesamte Spielzeit benötigten. Erst in der 90. Minute erzielte der ansonsten recht schwach spielende Arjen Robben das 2:1-Siegtor. Das überaus verdiente Siegtor, das sei noch dazu gesagt, aber eben erst, als sich die meisten schon auf eine Verlängerung eingestellt hatten.

In der ersten Halbzeit spielten mir die Bayern nicht zwingend genug. Das sah zwar hier und da ganz nett aus, aber eben auch wie das lockere Spiel, wenn man längst mit drei Toren führt. So spielt man normalerweise nicht, wenn es 0:0 steht, oder man gar in Rückstand ist. Ich hätte da schon ein etwas entschlosseneres Auftreten in der ersten Hälfte erwartet. Mit Olic stand ganz vorne ein Stürmer drin, der so erpicht darauf war, sich und dem Trainer zu beweisen, dass er ruhig mal öfters anstelle von Mario Gomez eingesetzt werden könnte, dass er ganz vergas, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Er lief viel, nichts war jedoch von Erfolg gekrönt. Und so erlebte er den zweiten Durchgang dann wieder auf dem zuletzt gewohnten Platz von der Bank aus. Der dann eingewechselte Mario Gomez hingegen spielte von da an erheblich besser, kam gut ins Spiel und bereitete nicht zuletzt auch den Ausgleich durch Toni Kroos vor.

Kroos lieferte ohnehin ein sehr gutes Spiel ab, war neben Franck Ribery der beste Mann im Bayerndress. Und in der zweiten Halbzeit zeigten die Bayern dann auch das Auftreten, das ich schon in der ersten Hälfte gehofft hatte zu sehen. Der Spielaufbau wirkte entschiedener, Gomez und Ribery drangen auf die Führung. Hinten brannte nach dem Tor glücklicherweise nicht mehr viel an, was auch ganz gut war, stünde die doch wackelige Abwehr sonst wohl im Fokus jeder Kritik. Aber woher soll da auch Sicherheit und Ruhe kommen, wenn Jupp Heynckes nicht für drei Spiele mal die gleiche Defensivreihe aufbieten kann. Ob ständige Rotation in der Abwehr so toll ist, bezweifle ich ganz stark, aber Heynckes wird es schon wissen.

Wichtig ist, dass die Bayern nun im Viertelfinale stehen und weiterhin in allen drei Wettbewerben aussichtsreich vertreten sind. Die Pause tut der Mannschaft sicherlich ganz gut. Irgendwie waren viele der letzten Spiele nicht so richtig überzeugend und ansprechend, wie das zu Beginn der Saison doch regelmäßig der Fall war. Wie man hört, soll die Mannschaft in der ab dem 1. Januar startenden Transferphase nicht verändert werden. Weder soll es also Zu- noch Abgänge geben. Ganz gewiss ist das aber erst, vor allem beim FC Bayern, wenn das sogenannte Transferfenster am Ende wieder geschlossen ist. Bis dahin kann einiges passieren, bis dahin würde Kalle Rummenigge in seinem Floskelbüchlein sicher auch eine solide Umschreibung für “Was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?” finden.

Für die Winterpause liegen hier ein paar Themen abseits der unmittelbar spielbezogenen Artikel an, was meistens leider viel zu kurz kommt.

3 Kommentare

  1. Endlich mal einer, der das genau so sieht wie ich.

    Die ständige Rotation in der Abwehr ist meiner Meinung nach auch der komplett falsche Weg.

    Haben nicht noch alle vergangene Saison angeprangert, dass der liebe Herr Louis Van Gaal zu viel in der Abwehr rotiert??

    Seit einiger Zeit hat sich der liebe Herr Heynckes auch sehr angewohnt.

    Deshalb wundert es micht nicht, dass der FCB in den letzten Spielen mehr Gegentore kassiert hat, als zu Beginn der Saison.

    Wenn er da nächste Saison so weiter macht, dann glaube ich nicht daran, dass wir Meister werden.
    Die Abwehrkonstanz ist vollkommen verloren geganen.

    SCHADE

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  2. Tatsächlich unnötiger als nötig (häääh?!) :D Naja, egal. Fangen wir nochmal von vorne an. Das ganze war zwar extrem unnötig aber anderer seits irgendwie auch Erwartungsgemäß. Ich dachte mir schon das dass keine leichte Kiste wird und am Ende etwas gezittert werden musste. Ich möchte nicht mit Dingen wie Pokal, eigene Gesetze usw. anfangen, aber nen Stückweit hat das eben doch seine Berechtigung. Der Tick mehr Einsatz der “Kleinen” gegen den FCB ist einfach immer in jeder Sekunde sichtbar. Sei das damals Osnabrück oder sei das jetzt Bochum oder wer auch immer. Naja, ich bin gespannt wie das weiter geht.

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