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Sind die Bayern etwa wieder wer?

Obwohl es 1899 Hoffenheim schon so lange gibt – immerhin ein Jahr länger als Bayern München – hat der Verein aus Sinsheim im Profifußball noch nie so hoch verloren, wie am Samstag gegen die Bayern. Der 7:1-Heimsieg rückte nicht nur die bis dahin erschreckende Torbilanz der Rückrunde gerade, er war wahrscheinlich auch so etwas wie ein Befreiungsschlag. Und der war nach den gezeigten Spielen in diesem Jahr bitter nötig. Es war ja nicht nur so, dass die Bayern die Tabellenspitze hergaben, sie verloren dann peu á peu auch den Anschluss daran. Glücklicherweise ließen die Dortmunder in Augsburg auch zwei Punkte liegen, was deren Vorsprung zumindest mal auf fünf Punkte schmälerte.

Und das Spiel am Samstag war Genuss pur. Die Defensive hatte nichts zu tun, weil die Offensive permanent Betrieb machte. Die Hoffenheimer ermöglichten all das auf eine erschreckende Art und Weise, wie man sie in der Fußball Bundesliga nicht alle Tage sieht. Soll den Bayern und seinen Fans nur recht sein. Die Weichen sind gestellt, um nach einem so außergewöhnlichen Spiel endgültig die Wende für die verbleibende Saison herbeizuführen: Bastian Schweinsteiger ist zurück, Krisen-Gomez traf gleich dreifach und Ego-Robben feierte seine beiden Tore mit der ganzen Mannschaft und demonstrierte mit Franck Ribéry, dass die beiden auf dem Platz wunderbar harmonieren können. Zeugen berichteten, die beiden hätten noch den gesamten restlichen Abend Arm in Arm verbracht und freundschaftliche Blicke ausgetauscht…

Man darf vielleicht wieder vorsichtig optimistisch sein, Euphorie käme aber mindestens ein Spiel zu früh. Derartige Leistungen gilt es zu bestätigen. Nicht nur morgen Abend im Rückspiel gegen  den FC Basel, bei dem ein 0:1 umzudrehen ist, sondern auch in der Liga. Die Aussicht darauf ist so trübe eigentlich nicht, was auch das Restprogramm (Klick auf Grafik links) zumindest nominell zeigt: Während Bayern mit Dortmund, Bremen und Stuttgart drei vermeintlich schwerere Gegner hat, spielt Dortmund ab dem 30. Spieltag nacheinander gegen Bayern, Schalke und Gladbach, hat zudem noch die jederzeit für einen Sieg zu habenden Bremer und auch den VfB Stuttgart vor der Brust. Ich sehe hier trotz der Zusatzbelastung durch die Champions League leichte Vorteile bei den Bayern. Ob das dann am Ende reicht wird sich zeigen. Die kommenden Wochen versprechen es in sich zu haben.

Sehen Sie schon morgen Abend: “Die Wahrheit beginnt heute”, ein Mehrteiler, der dazu verdammt ist, eine Erfolgsstory zu werden.

3 Kommentare

  1. Nun, irgendwie habe ich dasselbe auch nach dem Spiel gegen Schalke gehört, nur um mich dann beim nächsten Auswärtsspiel wieder über eine schwache Leistung der Bayern zu freuen. (Ja, ich bin kein Bayern-Fan, aber darum geht es ja nicht.)

    Dem Team fehlt einfach derzeit die Konstanz. Außerdem spielen die Bayern nach so einem Sieg immer gleich wieder so, als ob sie keiner besiegen könnte und schenken deswegen viel zu viele Punkte her. Aber ehrlich, wenn ich Bayern-Spieler wäre, warum sollte ich da in jedem Spiel das Maximum an Leistung zeigen? Geld bekomme ich am ende des Monats doch dennoch genügend auf mein Konto. Vielleicht sollten die Bayern die Grundgehälter kürzen und mehr nach Leistung bezahlen, dann würde da sicher auch mehr Konstanz in die Spiele.

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